Was es sonst noch zu sehen gibt

Holzmännel am Wiesenweg

Das Phänomen des „Spuck-Männels“ am Wiesenweg

Die Quelle des Neudorfer Trinkwassers, die an einer Stelle im „Schspuckmaennl_langwarzen Loch„, nahe Kretscham-Rothensehma zu Tage tritt, fördert 7,2 Liter / Sek. Die Quelle liegt 752 m ü.NN. Von 1910 bis 1913 wurde eine Trinkwasserleitung verlegt. Auch heute noch arbeitet das Leitungssystem ohne jegliche Pumpen. Das Trinkwasser besitzt eine hervorragende Wasserqualität (weiches Wasser).

Am Ende der Überlaufleitung steht ein Holzmännel. Aus dessen Mund schießt der   Wasserstrahl intervallartig heraus. Die Ursache dafür ist im Sammelbehälter zu finden.

Die Zuleitungen sind so angelegt, dass sie tangential einfließen und das Wasser
in  Rotation versetzen. Ein Teil des Wassers schwappt in regelmäßigen Abständen in den Überlauf. Dieser mündet am Wiesenweg über die besagte Holzfigur in die Rote Sehma.

Ganz in der Nähe befindet sich das Wassertretbecken.  Hier können Sie ihrer Gesundheit etwas Gutes tun und die müden Wander-Füße wieder auf Trab bringen.

Der Suppenbaum am Neudorfer Kaiserhof

Kaum zu glauben, was man mit einer Motorsäge
aus einem abgestorbenen Baum zaubern kann.

Aus  der  „kranken“  Ulme  am  Neudorfer Kaiserhof wurde ein attraktiver Hingucker
und Werbeträger für das Suppenmuseum
und das Suppenland.

 

Raubmordstein“

Der „Raubmordstein“ befindet sich am Wege nach Crottendorf.

Dieser Stein besagt, daß 1846 ein „Spielmann“ (Wandermusikant), der am Abend im oberen Gasthof „Schenk“ eingekehrt war, Opfer des Verbrechens wurde. Er prahlte mit Geld, was er bei sich hätte, und zog so die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich.

Nachdem er sich nachts auf dem Wege nach Crottendorf machte, wurde er von jemandem am Waldrand bei Pkt. 713,3 aufgelauert, der die Sache vom vielen Geld gehört hatte. Selbiger erschlug den armen Spielmann, der in Wirklichkeit nur ein paar Pfennige bei sich trug.
Der Vollständigkeit halber sei gesagt, das der Mörder, ein gewisser Uhlig nach Tagen gefasst wurde. Er trieb sich nach der Tat in den Wäldern umher. Man verurteilte ihn zu 40 Jahren Zuchthaus.

Am Tatort wurde der „Raubmordstein“ errichtet mit der Inschrift: Raubmord 1846.
Die Toten- und Begräbnisnachrichten von 1837 bis 1863 der Neudorfer Kirche berichten dazu unter No. 32 auf Blatt 90/1: Sonnabend, 17. Oktober 1846: Christian Friedrich Leberecht, Zeuner, gewesener Marionetten-Spielmann, Wohnort Chemnitz, Alter 59 1/2 Jahr. Ursache des des Todes: Raubmord. Nur einmal verheiretet, hinterläßt Wittfrau mit majorennen Sohn.

 

Erzbergbau

Bergbau auf dem Gebiet der ehemaligen Ortslagen Sehma, Cranzahl und Neudorf Im oberen Erzgebirge gibt es nur wenige Ortschaften, die in den vergangenen Jahrhunderten nicht vom Bergbau berührt wurden. Auf dem Gebiet der Gemeinde Sehmatal ging von etwa 1540 bis 1955 Bergbau auf verschiedene Erze und Mineralien um. Mindestens 50 Bergwerke, von Stolln mit nur 20 Metern Streckenlänge bis zu ausgedehnten Gruben, deren Auffahrungen eine Gesamtlänge von 6 Kilometern erreichten, befanden sich auf Sehmataler Flur. In 16.Jahrhundert wurde nur nach Silber gesucht. Später im 17.-19. Jh. kamen Eisenerz, in geringen Mengen Kupfererz und Zinnstein hinzu. Ein relativ moderner Bergbau auf Uranerz in den Jahren 1947-1955 bildete den Abschluss einer langen Bergbaugeschichte. Vom Erzausbringen und den Auffahrungsumfängen blieb das Bergbaugebiet der Gemeinde Sehmatal weit hinter dem benachbarten Annaberger Grubengebiet zurück. Dennoch ist die Vielfalt der Erzlagerstätten (Silber, Nickel, Uran, Zinn, Kupfer und Eisen) bemerkenswert. Die Sachzeugen des alten Bergbaus wie Halden und Stollnmundlöcher sind in der Ortslage meist durch neuere Bebauung unkenntlich geworden. Jedoch sind auf den Feldern und im Wald noch einige Halden und Pingen sichtbar, die von längstvergangenen Bergbauzeiten künden.
Quarz